Schlagwort-Archiv: Nähen

Me Made Mittwoch: Washi

Ein neues Washi am Me Made Mittwoch*

Bei einer fröhlichen Nährunde am letzten Wochenende am Fuße einer imposanten Renaissance-Burg in Sachsen – danke an die Wolleliese für die perfekte Organisation und den herzlichen Empfang! – ist dieses bequeme Oberteil entstanden. Es ist ein Washi von Made by Rae in der kürzeren Länge aus einem dunkelbunten Baumwollstoff vom Maybachufer.Top nach dem Schnittmuster Washi von Made by Rae Das Oberteil ließ sich fast problemlos nähen: die Teile passten gut zusammen, die Baumwolle ließ sich super vernähen, die Anleitung – äh, ich weiß es gar nicht genau, wie gut sie ist, ich habe nur manchmal reingeguckt und eigentlich nach gusto genäht.

Top nach dem Schnittmuster Washi von Made by Rae

Was jedoch nicht gut klappte, war das Gummismok im Rücken, das das Washi davor bewahrt, ein formloser Sack zu sein. Das Ergebnis am Top ist zwar okay, aber zwischendurch hat mich diese Technik schimpfen lassen wie ein Rohrspatz! Ich brauchte etliche Versuche, bis es halbwegs brauchbar aussah: mit ungedehnt aufgewickeltem Gummiband passierte gar nichts, beim gedehnt Aufwickeln musste ich sehr aufpassen, halbwegs gleichmäßig zu dehnen und zu wickeln, was mir nicht immer gelungen ist. Beim nächsten Mal – ja, es wird definitiv noch mehr Washis geben, der legere Schnitt und das witzige U am Ausschnitt finde ich nämlich richtig klasse – werde ich diese Stelle anders handhaben, zum Beispiel mit einer extra Naht und Tunnelzug, oder vielleicht eine andere Art von Gummismok ausprobieren, wo man das Gummiband mit Zickzackstich aufnäht.

Schnittmuster Washi von Made by Rae

Ein paar kleine Änderungen habe ich auch vorgenommen. Zuerst habe ich die Brustabnäher nach unten verlegt, das muss ich eigentlich immer machen. Außerdem habe ich das Oberteil um etwa 1,5 cm verlängert, damit die Empirenaht nicht quer über den Busen verläuft. Und statt des kurzen Ärmelchens des Originals habe ich den längeren Ärmel genommen, den Rae auf ihrem Blog veröffentlicht hat. Außerdem habe ich die schmalere Linienführung für das Top im Vergleich zum Kleid ignoriert, weil ich schlichtweg zu faul war, das zweimal abzupausen :-)

Top nach dem Schnittmuster Washi von Made by Rae

Blick zur Burg

*Falls ihr den Me Made Mittwoch noch nicht kennt: hier treffen sich jede Woche Frauen und manchmal auch Männer, um ihre selbstgemachten Kleidungsstücke zu zeigen. Heute zeigt Wiebke dort ihr herbstliches Frühlingskleid, bei dessen Fertigstellung ich ihr am Wochenende über die Schulter schauen konnte.

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1 Jahr 10 Outfits Vogue-Hose

1 Jahr 10 Outfits - UFO-Abbau im Dezember

Zum letzten Termin der 1 Jahr 10 Outfits -Challenge stelle ich euch meine erste Hose vor. Der Schnitt ist von Vogue (V9032), allerdings ohne die Teilungsnaht hinten, und den Stoff habe ich irgendwo günstig ergattert (Karstadt? Maybachufer?), um ein Probemodell zu nähen, bevor ich den eigentlich geplanten Luxusstoff vom Holländischen Stoffmarkt anschneide.

Hose nach einem Schnitt von Vogue

Ich habe diese Hose größtenteils in einem Nähkurs genäht, den ich extra zu diesem Zweck belegt hatte – und zwar vor einer gaaanzen Weile. Und dann lag die Hose erst einmal auf dem UFO-Stapel, denn so 100%ig war und bin ich nicht zufrieden damit. Zum einen ist der Sitz ist nicht ganz optimal – das kann man ohne Tragebilder aber nicht so gut einschätzen, was? Zum anderen wollte ich in dem Kurs eigentlich lernen, wie man einen Hosenschlitz näht – und dann hat mir die Kursleiterin eine andere, simplere Variante gezeigt, die allerdings auch nicht so schön ist. Aber ich will nicht zu hart mit mir und ihr sein: perfekte Hosenpassform wird selten mit dem ersten Exemplar erreicht. Und da diese Hose sowieso in die Kategorie “wearable muslin” fallen sollte, werde ich sie auch tragen – denn dabei fällt mir dann am ehesten auf, wo Verbesserungsbedarf besteht.

Hosenstoff

Detail vom Stoff

Außerdem hat die Hose tolle Details: Taschen sind ja sowieso ein Muss für mich (ganz ehrlich: Hosen ohne Taschen verstehe ich einfach nicht!), und die Belege aus dem kräftigen lila Patchworkstoff finde ich einfach klasse.

Hosen-Detail

Innenansicht mit Belegen aus Patchworkstoff

Wie man den Hosenschlitz nun wirklich näht, werde ich auch noch herausfinden, schließlich habe ich ja genügend schlaue Nähbücher im Regal und es gibt jede Menge Anleitungen auf Makerist, Craftsy und Youtube!

Insgesamt habe ich meine 10 Outfits zwar nicht ganz fertig bekommen, aber fast. Und eine Herausforderung ist dazu da, es wenigstens zu versuchen. Ohne die Challenge hätte ich vermutlich noch viel weniger genäht. Was meint ihr, soll es eine neue Herausforderung für nächstes Jahr geben? Wieder Oberteile wie im vorigen Jahr? Aber erst einmal wünsche ich euch einen guten Rutsch und ein besonders schönes Jahr 2017!

Wer noch ein Outfit zum Zeigen hat, dann immer her damit. Das Linktool ist bis zum 8.1.2017 geöffnet.


1 Jahr 10 Outfits Novemberpläne

1 Jahr 10 Outfits - Nähträume im November

“Life is what happens while you are busy making plans” ist im Moment der Soundtrack zu meinem Leben. Dementsprechend hatte ich zwar einen schönen Plan – und schönen Stoff – aber keine Zeit, meine Idee in die Tat umzusetzen. Aber vielleicht, hoffentlich (drückt mir die Daumen), kann ich den Plan demnächst doch noch umsetzen. Schon im Spätsommer hatte ich in einer teuren Boutique einen schicken Rock im Metallic-Look gesehen und im Gehirn als Nähprojekt für den Herbst abgespeichert. Nach kurzer Suche hatte ich auch einen schönen Metallic-Stoff* bei stoffe.de entdeckt und kurzerhand bestellt.

Metallic Stoff von stoffe.de

Über den Rockschnitt musste ich nicht lange nachdenken: es sollte ein Hollyburn werden, denn dieser Schnitt hat sich bei mir schon mehr als bewährt (Klick zu meinen bisherigen Hollyburns).

Schnittmuster Hollyburn Skirt von SewaholicAllerdings wollte ich ihn minimal abändern und einen Formbund und eventuell noch Kellerfalten hinzufügen. Dazu dann ein schlichtes schwarzes Langarmshirt. Was haltet ihr von dem Plan?

So, wie sieht es bei euch aus? Seid ihr kurz vor Schluss noch bei der 1 Jahr-10 Outfits-Challenge dabei, zum Beispiel mit einem Weihnachtskleid? Oder kapituliert auch ihr vor dem Jahres-End-Stress?


*Partnerlink

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1 Jahr 10 Outfits Sommernachklang

1 Jahr 10 Outfits – September: Sommernachklang

In meinem “Kleiderrausch” der letzten Monate habe ich das Nähen von Oberteilen etwas vernachlässigt. Das habe ich im September nachgeholt. Und daher zeige ich euch heute kein komplett selbstgenähtes Outfit, sondern 2 Oberteile, die sich gut in meinen Kleiderschrank einfügen. Das erste ist ein Schnitt, den ich schon mehrfach genäht habe, und der mir immer wieder gut gefällt: das Sorbetto-Top von Colette.

Sorbetto mit Flügelärmeln

Allerdings habe ich einiges geändert: ich habe den Saum etwas verlängert, leicht geschwungen gestaltet – dafür habe ich die Alma-Bluse als Schablone benutzt – und außerdem mit Schrägband eingefasst. Quasi als Echo des Halsausschnitts. Der Kontrast zwischen dem matten Stoff und dem glänzenden Schrägband gefällt mir auch richtig gut.

Sorbetto mit Flügelärmeln

Dann habe ich noch den Ärmelschnitt, den es hier als Ergänzung gibt, mit Hilfe dieses Turorials zu luftigen Flügelärmeln verändert. Hätte in der Mite des Ärmels noch einen Hauch länger sein können, ansonsten bin ich aber ganz zufrieden damit. Der Stoff ist eine schwarze Viskose von Stoff&Stil, die ich mit ganz viel Wäschestärke gebändigt habe. Insgesamt bin ich mit dem Oberteil sehr zufrieden: es trägt sich gut und ist ein kombistarkes Teil.

Sorbetto mit Flügelärmeln

Vom Oberteil Nummer 2 habe ich mir sehr viel versprochen: ein luftiges Blusentop, das mit den angeschnittenen Ärmeln ein schnell zu nähendes Basisteil darstellt, das ich noch ganz oft nähen wollte. Das Blüschen von Looks Like I Made It hätte ich nämlich auch gern im Schrank (natürlich in meiner Größe!). Naja, es ist gut, dass ich bisher nur eins davon zugeschnitten habe, denn so 100%ig überzeugt bin ich bisher nicht.

Top New Look 6217

Der Schnitt ist New Look 6217, auch zu finden in der Zeitschrift Meine Nähmode 2/2015, der Stoff ist ein Reststück Viskose von Karstadt. Ich bin mir gar nicht sicher, was mich genau stört: das Stoffmuster? Oder ist der Knopf im Rücken etwas zu schwer und zieht deshalb immer den Ausschnitt nach hinten? Es ist aber nicht so tragisch, dass dieses Oberteil nicht der absolute Knüller geworden ist, denn das schwarze Sorbetto wird bestimmt ein Lieblingsteil.

Top New Look 6217

Wie ist es euch im September ergangen: Erfolgserlebnis oder Flop?

 

1 Jahr 10 Outfits Sommermoneta

 1 Jahr 10 Outfits: Juli – Sommermoneta 2.0

Meine erste Sommermoneta, das Juni-Outfit, hat sich schon bewährt: kaum war sie gewaschen, hatte ich sie schon wieder an. Also habe ich gleich noch eine genäht ;-)

Jerseykleid Moneta nach dem Schnittmuster von Colette Patterns

Wie schon bei der letzten Version habe ich das Oberteil vom Colette Moneta-Schnitt mit einem schmaleren Vierteltellerrock statt eines angekräuselten Rockteils kombiniert. Und statt das Oberteil zu füttern, habe ich Ärmel und Halsausschnitt mit einem Jerseystreifen versäubert. Leider hat beim Absteppen meine Nähmaschine ein paar Stiche ausgelassen, genau in der Mitte vom Ausschnitt :-( Ich hoffe, es fällt beim Tragen nicht allzusehr auf. Mit einer neuen Nadel wars dann wieder okay.

Jerseykleid Moneta nach dem Schnittmuster von Colette Patterns

Schade: beim Topstitching fehlen ein paar Zacken

Der Stoff lag schon lange in meinem Stash – irgendwie war mir das rot etwas zu tomatig. Aber so für den Hochsommer ist es dann doch ganz okay. Er fühlt sich sehr angenehm auf der Haut an, scheint aber etwas zu leiern: die Taille sitzt deutlich tiefer als bei der anderen Sommermoneta. Mal sehen, wie es sich das Kleid dann tragen wird. Bei der langen Salsa-Tanznacht gestern hat es sich sehr angenehm getragen.

Jerseykleid Moneta nach dem Schnittmuster von Colette Patterns

Rückenansicht

Mit welchem Sommeroutfit seid ihr heute dabei? Das nächste Treffen findet dann im September statt, im August ist Sommerpause.


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Sommer-Rock-Sew-Along3

Sommer-Rock-Sew-Along: Finale

Mein erster Sommerrock dieses Jahr ist fertig. Danke, liebe Lucy und liebe Meike für die Organisation des Sew Alongs, denn das steigert die Motivation, fertig zu werden, doch gleich immens!

Waxprint Sommerrock FashionStyle 3/2016 Nummer 8

Der neue Rock ist ein echter Hingucker, wie ich finde, was vor allem an dem schönen Stoff liegt. Den Waxprint habe ich letztes Jahr beim Stoffwechsel bekommen, aber leider erst jetzt verarbeitet. Stoff und Schnitt (Modell 9 aus der Fashion Style 3/2016) passen gut zusammen: es gibt keine Teilungsnähte, die das Muster unterbrechen, aber durch die asymmetrischen Falten kommt dennoch etwas Bewegung hinein. Die Weite finde ich auch sehr angenehm: Tellerröcke sind mir meist zuviel und bei sehr schmalen Röcken fehlt mir die Bewegungsfreiheit. Dieser Rock ist genau richtig.

Waxprint Sommerrock FashionStyle 3/2016 Nummer 8

Am Schnitt habe ich nicht wirklich etwas geändert. Ich habe nur die Taschen vom etwas längeren “Zwillingsmodell” hinzugenommen und mir beinahe das Gehirn verrenkt, um Reißverschluß und Tasche in der Seitennaht unterzubringen. Ganz ehrlich: das macht keinen Spaß!! Die Anleitung war auch keine wirkliche Hilfe. Frau Vaus Tutorial hat mich in die richtige Spur gebracht. Aber letztendlich habe ich mir dann einfach überlegt, wo ich den Reißer annähen kann, damit ich noch an die Tasche komme. Bei einem Rock aus weniger gemusterten Stoff würde ich den Reißer aber wohl doch lieber in die hintere Mittelnaht verlegen. (Ich denke schon an einen Wollrock nach diesem Schnitt im Herbst – mal gucken).

Waxprint Sommerrock FashionStyle 3/2016 Nummer 8

Jetzt fehlen mir nur noch ein paar schöne Shirts zum Rock, damit ich ihn auch wirklich oft trage. Das werde ich in den kommenden Wochen in Angriff nehmen.

Waxprint Sommerrock FashionStyle 3/2016 Nummer 8

Berlin 23°, windig, der Rock bauscht

Hier noch mal die Details zum Rock:

  • Schnittmuster: Modell 9 in FashionStyle 3/2016, in Größe 42
  • Änderungen: eine Nummer größer gewählt, damit der Rock etwas niedriger sitzt; Taschen vom Modell 8
  • Stoff: BW-Waxprint, letztes Jahr bei der Stoffwechsel-Aktion erhalten

Und, wie schon viele andere anmerkten: nach dem Rock ist vor dem Rock. Mal sehen, ob ich diesen Sommer die beiden anderen Projekte nicht doch noch verwirklichen werde, denn einen schlichten schwarzen Rock (Hollyburn), der sich auch gut in der Übergangszeit macht und einen dramatischen Maxirock (Gabriola) hätte ich schon noch ganz gern in meiner Garderobe. Zumal ich dank Karin jetzt den allertollsten Waxprint für einen Maxirock habe – merci noch mal an dieser Stelle!

Sommerrock-to-be

Sommerrock-to-be

Karin hat auf ihrem Blog übrigens eine Waxprint-Linkparty, in die ich mich auch einreihe. Die gezeigten Kleidungsstücke sind ganz toll und inspirierend, kann ich euch sagen!

So, und jetzt gehe ich stöbern, was sonst noch für schöne Röcke beim Sommer-Rock-SAL-Finale präsentiert werden.

1 Jahr 10 Outfits Sommermoneta

 1 Jahr 10 Outfits: Juni – Sommermoneta

Während der ersten heißen Tage im Mai kam mir die Idee, dass ein ärmelloses Jerseykleid eine gute Idee wäre. Also gesagt, getan genäht.

Colette Moneta

Für das Oberteil habe ich auf das Moneta von Colette zurückgegriffen, mit dem habe ich ja schon gute Erfahrungen gemacht (hier und hier). Aber als Rockteil wollte ich diesmal etwas anderes als einen gekräuselten Rock. Also habe ich den – allerdings stark verschmälerten – Rock vom Tiramisu daran gebastelt, das entspricht etwas einem Viertel-Tellerrock (so wie hier).

Colette Moneta

Der Stoff ist ein gut abgelagerter Jersey vom Maybachufer, der zum Teil ziemlich verfärbt war – aber hey, eine Herausforderung beim Zuschnitt kann ja nicht schaden ;-) Als Futter habe ich ein ausgedientes altes T-Shirt verwendet. Insgesamt also ressourcenschonendes Stashbusting + Upcycling.

Bewährt hat sich das Kleid auch schon. Könnte durchaus sein, dass es bald noch mehr von der Art geben wird!

Colette Moneta

Und, mit welchem neuen Outfit tanzt ihr durch den Sommer?


Sommer-Rock-Sew-Along2

Sommer-Rock-Sew-Along: Zwischenstand

Zum Detail-Treffen beim Sommer-Rock-Sewalong kann ich mitteilen: ich habe mich entschieden! Das ist ja oft der schwierigste Schritt. Aber nicht nur ihr wolltet den Waxprint-Rock sehen – danke für die vielen lieben Kommentare zum 1. Sewalong-Beitrag – auch mich hat es in den Fingern gekribbelt. Also werde ich dieses Projekt als erstes in Angriff nehmen. Positiver Nebeneffekt: wenn mir der Formbund von diesem Rock gefällt, werde ich ihn einfach an den Hollyburn kombinieren ;-) Und nachdem ich das andere Projekt, was noch auf meinem Nähtisch lag, nämlich mein Juni-Outfit für die 1 Jahr-10 Outfits Challenge, fertig genäht hatte, kann ich mich jetzt auch dem Sommerrock widmen – und auch die Overlock wieder umfädeln ;-)

Sommerrock-Stoff

Erster Schritt war, die richtige Größe zu ermitteln. So habe ich zwar ein paar Knip/ FashionStyle Hefte rumzuliegen, aber noch nichts daraus genäht. Außerdem wollte ich nicht, dass mein Rock in meiner natürlichen Taille sitzt, sondern auf Bauchnabelhöhe. Also habe ich meinen “Bauchnabelumfang” als Taillenweite genommen, den Bund mal schnell probegenäht und die Größe für gut befunden. Kleinere Anpassungen sind ja dann immer noch möglich. Das Schnittmuster abzupausen hat nicht wirklich Spaß gemacht. Zwar ist der Knip-Musterbogen ziemlich übersichtlich (Ottobre ist da deutlich schlimmer, oder?), aber das Rockteil ist ein riesiges Monstrum, das aus 3 Stücken zusammengesetzt werden soll – dafür hat der Rock zum Glück nur insgesamt 3 Schnitteile, und eins davon sind die Taschen, die ich vom längeren “Parallelmodell” einfach übernehmen werde.

Sommerrock Sew Along mit Waxprint

Der Zuschnitt ging fix: der stabile Waxprint ist ja da sehr unkompliziert und gut zu handhaben. Musterübergänge an den Seitennähten oder zum Bund habe ich völlig ignoriert. Mal gucken, was dabei herauskommt ;-)

Bevor ich mich entgültig ans Nähen mache, möchte ich aber noch ein Detail verstehen, bei dem ich aber gerade eine gedankliche Blockade habe: wie kriege ich die Seitennahttasche und Reißverschluß in der gleichen Naht unter?!? Das ist meine Rechercheaufgabe vor der nächsten Näh-Session. Mein Lieblingsnähbuch habe ich zwar noch nicht befragt, aber wenn ihr gute Tipps habt, immer her damit ;-)

 

 

Sommer-Rock-Sew-Along1

Sommer-Rock-Sew-Along: Inspiration, Schnitte und Materialien

Ich kann zwar nicht behaupten, dass ich keine Röcke im Schrank hätte, aber so ein paar Lücken sind schon da, die ich gern auffüllen würde. Der Sommer-Rock-Sew-Along auf dem Me Made Mittwoch Blog, angeleitet von Lucy und Meike, ist eine prima Gelegenheit dazu. Drei Projekte schweben mir vor, die ich aber nicht alle im Juni umsetzen kann. Aber anfangen kann ich ja mal, vielleicht schaffe ich ja 2 davon ;-)

Sommerrock-SewAlong

Als Brot und Butter Rock möchte ich einen schlichten schwarzen Rock nähen. Den Stoff dafür habe ich schon länger hier zu liegen: einen Viskose-Leinen-Mix mit Fischgratmuster, mal bei einem Sale bei Stoff und Stil ergattert. Als Futter möchte ich super dünner schwarze Seide verwenden, die in ihrem ersten Leben ein Crinkle-Rock war – so hat diese 90er Jahre-Sünde doch noch etwas gutes ;-) Als Schnitt schwebt mir der Hollyburn vor. Allerdings möchte ich ihn lieber mit einem Formbund arbeiten, und genau das hat meinen inneren Schweinehund bisher davon abgehalten, denn den müsste ich erst konstruieren. Oder ich probiere es mal mit dem Formbund von Selene, dem neuen Colette-Rock.

Sommerrock-Stoff

Dieser Stoff ist in Wirklichkeit schwarz.

Idee Nummer 2 ist ein fröhlicher Rock aus einem Waxprint. Den Stoff habe ich letztes Jahr während der Stoffwechsel-Aktion erhalten. Wie bei vielen besonderen Stoffen geht es mir aber so, dass ich ihn nicht sofort vernäht habe. Ich glaube, manchmal muss die Idee dafür erst in mir reifen. Als Schnitt habe ich mir einen Rock mir asymmetrischen Falten aus einer FashionStyle ausgeguckt (9 in Heft 3/2016).

Sommerrock-Stoff

Ein Maxirock, der meinen mittlerweile totgeliebten, vor zig Jahren gekauften Leinenmaxi ersetzt, wäre auch schön. Als Schnitt möchte ich den Gabriola von Sewaholic verwenden. Problem: ich suche schon länger nach dem perfekten roten Leinenstoff und finde ihn nicht (oder nicht in meiner Preislage). Ich hätte aber auch noch ein paar schöne Viskosestoffe, die ich letzten Sommer auf dem Maybachufer erstanden habe, die ich dafür nehmen könnte. Aber eigentlich wünsche ich mir einen roten (Leinen)Rock.

Sommerrock-Stoff

Ich stöbere jetzt mal, was die anderen Teilnehmerinnen so für Nähpläne haben, nämlich hier.

 

1 Jahr 10 Outfits Pagoden-E.S.P. Dress

1 Jahr 10 Outfits: Mai – wieder ein E.S.P. Dress

Habt ihr ein Deja-vue?

ESP Dress von Decades of Style

Ganz recht, ich habe schon wieder ein E.S.P Dress genäht. Ich mag Nummer 1 sehr und habe schon etwas Mühe hereingesteckt, um es für mich anzupassen. Da macht es doch Sinn, den Schnitt gleich noch einmal zu nähen, oder? Und für den schönen Pagodenstoff ist ein Schnitt ohne großartige Teilungsnähte ganz gut, denke ich.

ESP Dress von Decades of Style

Ich habe nur zwei minimale Änderungen vorgenommen: Für den Rock habe ich einfach die gesamte vorhandene Stofflänge genommen – da ist ganz schön was an Volumen zusammengekommen. Ursprünglich hatte ich überlegt, den Rock in Falten zu legen. Das habe ich mal ausprobiert (gesteckt), das hat mir aber nicht so gefallen. Also lieber, wie gehabt, eingekräuselt. Ganz schön viel Stoff ;-)

ESP Dress von Decades of Style

Die zweite Änderung betrifft die Verarbeitung. Für die Taillennaht habe ich eine Verstärkungstechnik ausprobiert, damit sie schön stabil bleibt. Das habe ich mal im Blog von Sewaholic entdeckt (a different kind of waist-stay)und wollte das schon länger mal ausprobieren. Allerdings habe ich kein Seamtape genommen (gibts das hierzulande überhaupt? wie heißt das dann?), sondern ein Wäscheband, mit dem meine Omas früher meine Kleidung markiert haben ;-) Außerdem habe ich es nicht nur in die Nahtzugabe vom Rock eingenäht, sondern in die gemeinsame Nahtzugabe von Rock und Oberteil. Das verleiht der Naht eine schöne Stabilität. Über die Langzeithaltbarkeit kann ich jedoch noch nichts berichten.

ESP Dress von Decades of Style

Ansonsten war das Zuschneiden und Nähen ziemlich straightforward, nachdem ich mich einmal für die Musterplatzierung im Oberteil entschieden hatte – angepasst war der Schnitt ja schon. Und beim zweiten Mal nähen geht es ja sowieso schneller voran.

ESP Dress von Decades of Style

Und mit welchem neuen Outfit wirbelt ihr jetzt herum?